Marie-Alix Ebner von Eschenbach, M.A.

Seit März 2015 setze ich mich im Vorstand der Berliner Rechtsanwaltskammer insbesondere für die Einheit der Anwaltschaft, die Unabhängigkeit und die Qualität der Rechtsberatung ein.

Ich studierte Rechtswissenschaft sowie Politikwissenschaft in Passau, Potsdam, Berlin und Erlangen. Seit 2003 bin ich als Rechtsanwältin zugelassen und bin bei der Siemens AG mit den Schwerpunkten nationales und internationales Baurecht sowie Öffentliches Recht tätig.

2011 kehrte ich nach einem zweijährigen Aufenthalt in UK mit meinem Mann und meinen drei Töchtern nach Berlin zurück.
 
Da mir die Einheit der Anwaltschaft besonders wichtig ist, setze ich mich berufspolitisch für einen konstruktiven Dialog zwischen den Syndikusanwälten und den Kanzleianwälten ein. Wir haben die einmalige Chance, uns als Anwaltschaft aktiv in die Definition unseres Berufsbildes einzubringen. Diese Chance sollten wir gemeinsam nutzen und die Anwaltschaft durch ein einheitliches Berufbild stärken.

Zur Sicherung der Qualität unserer Rechtsberatung ist es zudem wichtig, dass die Möglichkeit des Wechsels zwischen Kanzlei und Unternehmen aufrecht erhalten wird. Gerade unseren jungen Kollegen dürfen wir diese Möglichkeit nicht nehmen. Sie brauchen eine breite berufliche Perspektive. Seit meinen Studium habe ich schon immer den "Nachwuchs" unterstützt, sei es in Erlangen als Mentorin für Erstsemestler im Fach Öffentliches Recht oder später im Beruf. Daher habe ich mich dazu entschieden, mich im Rahmen meiner Vorstandsarbeit auch als Sonderbeauftragte des Vorstands für die jungen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte besonders einzubringen. Wir werden künftig aufgrund der Modernisierung und Europäisierung der Rechtsdientleistungen nur gemeinsam durch Qualität und Unabhängigkeit unserer Rechtsberatung überzeugen können. Das vielbeschworene Fremdbesitzverbot wird nicht durch Syndizi gefährdet, die in ihrem Arbeitsverhältnis nur intern beraten. Es sind die Strömungen aus der EU, die wir hier gemeinsam im Focus haben müssen.